Ab 1. Jänner 2019 können Unternehmen Beiträge für Internationalisierung in Anspruch nehmen, die im Handelsregister der Handelskammer eingetragen sind und in Südtirol eine Handwerks-, Industrie-, Handels- oder Dienstleistungstätigkeit ausüben.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind folgenden Vorhaben, sofern sie eng mit der betrieblichen Tätigkeit des antragstellenden Unternehmens zusammenhängen und sich direkt auf diese auswirken:

  • Teilnahme an Messen außerhalb Südtirols;
  • Teilnahme an folgenden Messen, welche in Südtirol stattfinden: Alpitec, Prowinter, Klimahouse, Interpoma, Agrialp, Agridirect, Hotel, Tipworld, Civilprotec und MOCO.

Nicht förderfähige Vorhaben:

  • Teilnahme an lokalen Messen und Ausstellungen sowie an Mustermärkten und Jahrmärkten mit Dorfcharakter, die vorwiegend auf den direkten Verkauf von Produkten und Dienstleistungen ausgerichtet sind;
  • Teilnahme an Messen, die nur auf den Verkauf von Produkten an den Endverbraucher ausgerichtet sind, wenn es sich um Einzelhandelstätigkeiten handelt.

Zulässige Ausgaben:

  • Platzmiete;
  • Standmiete;
  • Kosten für den Aufbau des Standes;
  • Einschreibe- und Teilnahmegebühren.

Nicht zulässige Ausgaben:

  • Kosten für die Beteiligung am IDM-Gemeinschaftsstand;
  • Eigenleistungskosten und Kosten für betriebsinternes Personal;
  • Kosten für die Erbringung von Dienstleistungen unter Eheleuten, Verwandten bis zum dritten Grad in gerader Linie, zwischen Partner- oder verbundenen Gesellschaften, zwischen einer Gesellschaft und ihren Gesellschaftern oder Verwaltern sowie zwischen Gesellschaften, an welchen dieselben Personen beteiligt sind;
  • alle Kosten die nicht zu den obgenannten zulässigen Ausgaben gehören.

Wer wird gefördert?

Unternehmen, die im Handelsregister der Handelskammer eingetragen sind und in Südtirol eine Handwerks-, Industrie-, Handels- oder Dienstleistungstätigkeit ausüben.

Von den Förderungen ausgeschlossen sind:

  • der Tourismussektor;
  • Unternehmen mit Tätigkeiten laut Kode 47.8, „Wanderhandel“, der ATECO-Klassifikation 2007;
  • Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Selbständige;
  • Unternehmen, die vorwiegend Finanz- und Versicherungsdienstleistungen erbringen oder die vorwiegend im Grundstücks- und Wohnungswesen tätig sind;
  • Unternehmen, die in Südtirol nur Verwaltungseinheiten, ein Domizil oder ein Depot für den Verkauf der eigenen Produkte haben und dort im Verhältnis zur Gesamtzahl der Beschäftigten des Unternehmens eine geringe Anzahl von Mitarbeitern beschäftigen.

Ausmaß der Förderung

  • 50% für die ersten zwei Teilnahmen an derselben Messe;
  • 25% für die weitere Teilnahme an derselben Messe nach den ersten beiden;
  • 50% für die dritte Teilnahme an derselben Messe, wenn der Antragsteller mit einem anderen Unternehmen, dessen erste Teilnahme an derselben Messe koordiniert.

Förderfähige Mindestausgabe: 2.000,00 € pro Anrechnungsjahr

Förderfähige Höchstausgabe: 300.000,00 € pro Anrechnungsjahr

Wo wird die Förderung beantragt?

Der Beitragsantrag muss vor Beginn des entsprechenden Vorhabens und spätestens innerhalb 30.09.2019 mittels Pec-Mail beim gemäß der Haupttätigkeit des Unternehmens zuständigen Amt der Abteilung Wirtschaft eingereicht werden.

Welche Unterlagen sind für die Förderung einzureichen?

Für die Antragstellung sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Antragsformular,
  • Kopie der Identitätskarte des Antragstellers, falls der Antrag nicht digital unterschrieben wurde,
  • Detaillierte Kostenvoranschläge (falls vorhanden) oder detaillierte Kostenaufstellung,
  • Bei der dritten Teilnahme an derselben Messe mit Koordinierung: schriftliche Bestätigung der Firma, dessen erste Messeteilnahme koordiniert wird.

Die entsprechenden Formulare und weiterführende Informationen sind unter folgendem Link einsehbar: Wirtschaftsförderung – Internationalisierung 2019.