Bis zum 02.09.2019 können ehrenamtliche Organisationen und Vereine zur Förderung des Gemeinwesens Beiträge für Initiativen und Projekte im Interesse der Allgemeinheit und für Vorhaben zur Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeit beantragen. Gefördert werden können Initiativen und Projekte, die im Landesgebiet durchgeführt werden.

Was wird gefördert?

Gefördert werden können Initiativen und Projekte, die im Landesgebiet durchgeführt werden, eine Mindestdauer von 8 Monaten haben und bis zum 10.09.2020 abgeschlossen werden. Tätigkeiten mit religiöser oder kommerzieller Zielsetzung werden nicht gefördert.

Zulässige Ausgaben:

Zulässig sind die vom Träger bestrittenen Ausgaben, die direkt mit der Umsetzung der vorgesehenen Tätigkeiten zusammenhängen. Ebenfalls als indirekte Ausgaben zulässig sind die allgemeinen Verwaltungskosten der Trägerorganisation in einem Höchstausmaß von 15% der direkten Kosten.

Alle eingereichten Initiativen und Projekte müssen unter eine der Tätigkeitsarten laut beigefügter Liste fallen: Tätigkeitsarten, allgemeine Ziele und prioritäre Einsatzbereiche.

Nicht zulässige Ausgaben:

  • Kosten für Vergütungen jeglicher Art bzw. Kostenrückerstattungen an Mitglieder der Trägerorganisation,
  • Telefonkosten,
  • Ausgaben für den Bau, den Ankauf, die Renovierung, die Erweiterung oder die Erhaltung von Gebäuden und Infrastrukturen,
  • Passivzinsen,
  • Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten,
  • absetzbare Steuern und Gebühren,
  • Kosten, die nicht klar beschrieben oder begründet sind oder angesichts der Ziele als nicht erforderlich oder angemessen erachtet werden.

Wer wird gefördert?

Ehrenamtlich tätige Organisationen sowie Vereine zur Förderung des Gemeinwesens, die bei Gesuchsstellung in die Landesverzeichnisse laut Artikel 5 des Landesgesetzes vom 1. Juli 1993, Nr. 11 eingetragen sind.

Ausmaß der Förderung

Der öffentliche Beitrag für einzelne Initiativen oder Projekte darf einen Prozentsatz von 80% der zugelassenen Ausgaben nicht überschreiten und muss zwischen 40.000 Euro und 120.000 Euro liegen. Der übrige Anteil der zugelassenen Ausgaben (Eigenleistung) geht zu Lasten der Trägerorganisation. Er kann in Form einer Co-Finanzierung aus eigenen Finanzmitteln erbracht werden oder durch Sachleistungen. Sachleistungen sind Güter oder Mittel im Besitz des Trägers sowie freiwillige Arbeitsleistungen, die in die Tätigkeiten einfließen. Werden eigene Güter und Mittel eingebracht, so muss ihr Wert nach Kriterien bemessen werden, die nachvollziehbar und transparent sind; in keinem Fall darf dabei der jeweilige Marktwert überschritten werden. Werden freiwillige Arbeitsleistungen eingebracht, so wird ein konventioneller Stundensatz von 20,00 Euro angewandt.

Wie wird die Förderung beantragt?

Der Antrag muss vor Durchführung der Initiativen oder der Projekte bis zum 02.09.2019 um 12:00 Uhr beim Landesamt für Kabinettsangelegenheiten, Silvius-Magnago-Platz 1, 39100 Bozen, eingereicht werden. Anträge, die nach diesem Termin eingehen, werden nicht berücksichtigt.

Der Antrag wird auf dem vom Amt bereitgestellten Formular oder nach dem entsprechenden Muster verfasst, und muss vom gesetzlichen Vertreter/von der gesetzlichen Vertreterin unterzeichnet sein.

Der Antrag kann folgendermaßen vorgelegt werden:

  • direkt beim Amt,
  • per Post mit Einschreiben; in diesem Fall ist der Poststempel maßgeblich,
  • über die zertifizierte elektronische Post an folgende PEC-Adresse: kabinett.gabinetto@pec.prov.bz.it.

Welche Unterlagen müssen dem Antrag beigelegt werden?

Dem Antrag müssen folgende Unterlagen beiliegen:

  • eine detaillierte und vollständige Beschreibung der Initiative oder des Projekts, ausgearbeitet auf der Grundlage des vom Amt bereitgestellten Musters und unterzeichnet vom gesetzlichen Vertreter/von der gesetzlichen Vertreterin des Antragstellers. Die Beschreibung muss Folgendes enthalten:
    • einen detaillierten Kostenvoranschlag,
    • einen Finanzierungsplan,
    • den Zeitplan für die Umsetzung der Tätigkeiten,
  • eine Erklärung des gesetzlichen Vertreters/der gesetzlichen Vertreterin des Antragstellers, in der bestätigt wird, dass die vorgeschriebenen Voraussetzungen und Bedingungen erfüllt werden und dass sich der bzw. die Unterfertigte der Folgen einer Falschaussage oder der Unterlassung von Informationen bewusst ist,
  • eine De-Minimis-Erklärung des gesetzlichen Vertreters/der gesetzlichen Vertreterin des Antragstellers falls zutreffend.