Ab 1. Jänner 2019 können Unternehmen, die im Handelsregister der Handelskammer eingetragen sind und die in Südtirol eine Handwerks-, Industrie-, Handels- oder Dienstleistungstätigkeit ausüben sowie Freiberufler und Selbständige Beiträge für Beratung, Ausbildung und Wissensvermittlung in Anspruch nehmen.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind folgende Vorhaben, sofern sie eng mit der betrieblichen Tätigkeit des antragstellenden Unternehmens zusammenhängen und sich direkt auf diese auswirken:

A) Ausbildung der Bediensteten, der Inhaber sowie der Gesellschafter, die vorwiegend im Antrag stellenden Unternehmen oder in Partner- oder in sonstiger Form verbundenen Unternehmen tätig sind.
Beitragssatz: 50%;

B) Beratungen und Vorhaben zur Wissensvermittlung, die von Unternehmen, Freiberuflern die eine Beratungstätigkeit ausüben, von spezialisierten Beratungseinrichtungen, von Forschungseinrichtungen oder von Universitäten durchgeführt werden:

Beitragssatz 30% für:

  • Beratungen mit strategischen Zielen und zur Verbesserung der betrieblichen Organisationsstruktur und der Produktionsprozesse;
  • Beratungen zur Marktpositionierung;
  • Beratungen zur technologischen Verbesserung der Produkte sowie zur Einführung von neuen Vertriebsformen (Achtung = nur für Handwerks- und Industrieunternehmen);
  • Beratungen in den Bereichen Arbeitsplatzumstrukturierung und Gründung von Unternehmenskooperationen.

Beitragssatz 50% für:

  • Zertifikat „Audit familieundberuf” (der Hertiestiftung) und Re-Auditierung;
    Zertifikat „soziale Verantwortung“ (SA 8000).

Nicht förderfähige Vorhaben:

  • Ausbildungen zur Anpassung an verbindliche nationale Rechtsvorschriften im Bildungsbereich, Bildungsgänge zur Erlangung von Befähigungen und zur Berufsausbildung inbegriffen/Schulung zum Erlernen der technischen Eigenschaften von Produkten und Waren, die Gegenstand der eigenen betrieblichen Tätigkeit sind;
  • betriebsspezifische Ausbildungen über 30.000,00 €, die vom Europäischen Sozialfonds gefördert werden;
  • fortlaufende oder regelmäßig anfallende Beratungen zur laufenden Betriebsführung des Unternehmens/Verwaltungs-, Steuer- und Rechtsberatungen/Beratungen die unter die institutionelle Tätigkeit des Antragstellers fallen/Beratungen für die Entwicklung, Programmierung und Implementierung von Informatiksystemen und für die Realisierung, die Verbesserung und die Aktualisierung der Webseite/Beratungen zur Anpassung an verbindliche Rechtsnormen.

Zulässige Ausgaben:

A) Ausbildung:

  • Einschreibe- und Teilnahmegebühren;
  • Wenn die Ausbildung vom Antragsteller selbst organisiert wird: Referentenhonorare (max. 800,00 € Tageshonorar mit evtl. Reisekosten), Kosten Saalmiete, Lehrmaterial und Simultanübersetzung;
  • Bei Master- und MBA-Studium: höchstens 10.000,00 €.

B) Beratung und Wissensvermittlung: Beratungs- und Referentenhonorare (max. 800,00 € Tageshonorar).

Nicht zulässige Ausgaben:

Personalkosten; Ausgaben für den Ankauf von Maschinen und Geräten, die für das Vorhaben verwendet werden; Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung der an der Ausbildung teilnehmenden Personen; Werbeausgaben; Mehrwertsteuer und andere Steuern und Gebühren; Ausgaben für die Erbringung von Dienstleistungen unter Eheleuten oder unter Verwandten bis zum dritten Grad in gerader Linie, zwischen Partner- oder verbundenen Gesellschaften, zwischen einer Gesellschaft und ihren Gesellschaftern oder Verwaltern sowie zwischen Gesellschaften, an welchen dieselben Personen beteiligt sind.

Wer wird gefördert?

Unternehmen, die im Handelsregister der Handelskammer eingetragen sind und die in Südtirol eine Handwerks-, Industrie-, Handels- oder Dienstleistungstätigkeit ausüben sowie Freiberufler und Selbständige.

Welche Voraussetzungen gibt es?

A) AUSBILDUNG: pro Jahr können mehrere Beitragsanträge gestellt werden.

Förderfähige Mindestausgabe: je Ansuchen 2.000,00 € und pro Anrechnungsjahr.
Förderfähige Höchstausgabe: 50.000,00 € für Kleinunternehmen und 100.000,00 € für Mittel- und Großunternehmen pro Anrechnungsjahr.

B) BERATUNG UND WISSENSVERMITTLUNG: pro Jahr kann nur ein Beitragsantrag eingereicht werden vorbehaltlich der Einhaltung folgender förderfähigen Höchstgrenzen im Triennium 2019-2021:

  • 30.000,00 € für Kleinunternehmen die weniger als 10 Personen beschäftigen;
  • 60.000,00 € für Kleinunternehmen die mindestens 10 und weniger als 50 Personen beschäftigen;
  • 150.000,00 € für Mittel- und Großunternehmen.

Förderfähige Mindestausgabe: 3.000,00 € pro Anrechnungsjahr. Nur für das Zertifikat „Audit familieundberuf“ und die Re-Auditierung 1.000,00 € pro Anrechnungsjahr.

Wo wird die Förderung beantragt?

Der Beitragsantrag muss vor Beginn des entsprechenden Vorhabens und spätestens innerhalb 30.09.2019 mittels Pec-Mail beim jeweiligen zuständigen Amt der Abteilung Wirtschaft eingereicht werden.

Welche Unterlagen sind für die Förderung einzureichen?

Für die Antragstellung sind folgende Unterlagen notwendig:

  • Antragsformular,
  • Kopie der Identitätskarte des Antragstellers, falls der Antrag nicht digital unterschrieben wurde,
  • Kostenvoranschläge oder detaillierte Kostenaufstellung,
  • Beschreibung des Vorhabens samt Zielen, Dauer sowie Datum des Beginns und Abschlusses des Vorhabens.

Die entsprechenden Formulare und weiterführende Informationen sind unter folgendem Link einsehbar: Wirtschaftsförderung – Beratung, Ausbildung, Wissensvermittlung.